







Mit dem Wachstum der Wirtschaft und des Lebensstandards schaffen sich immer mehr Tschechen eine Ferienimmobilie im Ausland an. Obwohl die beliebteste Wahl weiterhin Immobilien am Meer in Spanien und Italien sind, sind Skiapartments in Österreich in den letzten Jahren eine nicht minder gefragte Gelegenheit geworden.
Kein Wunder – die Skigebiete sind mit dem Auto einfach erreichbar, bieten Hunderte Kilometer voll verbundener Pisten, ein hohes Niveau der Infrastruktur und nicht zuletzt eine freundliche Atmosphäre und günstige Preise. Dank der beträchtlichen Anstrengungen der meisten österreichischen Regionen bieten sie auch eine breite Palette an Aktivitäten und Sportarten außerhalb der Wintersaison. Wenn Sie also regelmäßig in die österreichischen Alpen auf Urlaub fahren, lohnt es sich unbedingt, den Kauf eines Investment-Skiapartments oder Chalets statt der jährlichen Ausgaben für Hotels oder Unterkünfte zu erwägen. Wie geht man das an?
1) Das Konzept der Investment-Immobilie in Österreich
In Österreich gibt es zwei Arten von Ferienimmobilien, die Sie als Ausländer kaufen können. Die erste Art sind die sogenannten Investment-Immobilien oder touristischen Residenzen – diese Art von Immobilie verbindet die eigene Nutzung mit professioneller Vermietung. In der Praxis bedeutet das, dass Sie die Immobilie einige Wochen oder Monate im Jahr selbst nutzen können und sie die übrige Zeit an Touristen und Kurzzeitgäste vermietet wird. Dauer und Flexibilität der eigenen Nutzung hängen vom jeweiligen Projekt ab – manche sind strenger mit genauen Regeln, anderswo gibt es mehr Freiheit. Die örtliche Vermietungsagentur übernimmt den gesamten Service inklusive Reinigung, Instandhaltung des Apartments und Gästebetreuung, sodass Sie sich wirklich um nichts kümmern müssen. Finanziell sind diese Immobilien aus zwei Gründen sehr attraktiv – zum einen gibt es die jährliche Rendite aus der Vermietung, die im Schnitt bei etwa 4 bis 5 % liegt, zum anderen sind Käufer ganz oder teilweise von der Umsatzsteuer in Höhe von 20 % des Kaufpreises befreit, was selbstverständlich eine wichtige Ersparnis darstellt. Die Projekte sind oft sehr luxuriös ausgestattet und funktionieren wie ein Hotel, sodass Eigentümern und Gästen Pool, Wellness, Restaurant und weitere Leistungen zur Verfügung stehen.
Die zweite Art von Ferienimmobilie sind die sogenannten Freizeitimmobilien ohne Beschränkung der eigenen Nutzung. Diese Immobilien können Sie ganz nach eigenem Ermessen als Wochenendhaus nutzen oder selbstständig über Online-Buchungsplattformen vermieten. Von diesen Immobilien gibt es auf dem Markt leider zu wenige, und ihre Zahl wird von den österreichischen Regionen nach und nach beschränkt, denn eine nur gelegentliche Nutzung solcher Immobilien durch ihre Eigentümer könnte den Tourismus negativ beeinflussen, wie es etwa in einigen Resorts in Frankreich geschehen ist.
2) Die beliebtesten Resorts für den Kauf einer Investment-Immobilie
Die Zahl der Tschechen, die sich in Österreich solche Skiapartments anschaffen, wächst ständig, und sie konzentrieren sich vor allem auf einige Gebiete. Am beliebtesten sind selbstverständlich die nächstgelegenen Orte im Land Salzburg und in der Steiermark wie etwa Schladming, Tauplitz oder Zell am See, die Sie aus der Tschechischen Republik mit dem Auto in 5 bis 6 Stunden erreichen. Hoch ist das Interesse auch an Kärnten, das ein angenehmes Mikroklima im Sommer, eine großartige Landschaft und attraktive Preise bietet. Tirol und Vorarlberg sind bisher weniger gefragt, einerseits wegen der größeren Entfernung von Tschechien, wegen hoher Preise im Vergleich zum übrigen Österreich und auch wegen des Mangels an Ferienimmobilien in den Skizentren. Die Tschechen sind selbstverständlich nicht die einzigen Ausländer, die in solche Immobilien investieren; das Interesse kommt aus ganz Europa, vor allem aus Deutschland, den Benelux-Ländern und Skandinavien. Die Preise unterscheiden sich deutlich je nach Resort, Entfernung zu den Pisten, Alter des Gebäudes und weiteren Faktoren, aber die Preise ändern sich von Jahr zu Jahr, deshalb führen wir sie hier nicht an; prüfen Sie sie bei einem Immobilienbüro in der jeweiligen Region. Beim Kauf eines neuen Projekts müssen Sie damit rechnen, dass Sie die Kaufentscheidung auf Grundlage von Bauplänen und Visualisierungen treffen müssen, manchmal sogar vor Baubeginn – viele Projekte sind nämlich ausverkauft, bevor sie fertiggestellt sind.
3) Der Kaufprozess einer Immobilie in Österreich
Der Kaufprozess selbst ist verhältnismäßig einfach und unproblematisch, und ein Immobilienbüro hilft Ihnen dabei. Das Verfassen des Kaufvertrags und der zugehörigen Dokumentation übernimmt ein österreichischer Notar, der sicherstellt, dass die Immobilie ordnungsgemäß im Grundbuch eingetragen und alle zugehörigen Kaufsteuern bezahlt sind. Insgesamt belaufen sich Kaufsteuern und Gebühren meist auf etwa 7 bis 10 % des Kaufpreises. Zur Überweisung des Geldes wird ein Notaranderkonto verwendet, sodass Ihr Geld die ganze Zeit gesichert ist. Der Kaufvertrag kann in der österreichischen Botschaft in Prag unterschrieben werden, sodass Sie nur noch zur Übernahme der Immobilie nach Österreich fahren müssen. Der gesamte Prozess von der Auswahl Ihres Traum-Skiapartments oder -Chalets bis zur Schlüsselübergabe kann also ohne Weiteres weniger als 2 Monate dauern.
Quelle: SNOW
Übernommen: https://snow.cz/clanek/5772-jak-investovat-do-lyzarskych-nemovitosti-v-rakousku
Fotografie: Illustration
